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Nachtzug Berlin–Wien: Was taugt der „Metropol neu“?

Ab Dezember 2018 gibt es wieder einen Nachtzug zwischen Berlin, Wien und Budapest. Wir nehmen den Nightjet der ÖBB unter die Lupe – und vergleichen ihn mit dem legendären “Metropol” der ungarischen Bahn.

Gerüchte gab es schon länger, jetzt ist es offiziell: Der beliebte Nachtzug „Metropol“ kehrt zurück, und zwar ab dem 9. Dezember 2018 als Nightjet zwischen Berlin und Wien. Das verkündeten die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) auf ihrer Bilanz-Pressekonferenz im April. Der bisherige Betreiber, die ungarische Eisenbahn MÁV, hatte den Metropol im vergangenen Winter nach über 50 Jahren eingestellt.

Im Sommer legten die ÖBB noch einmal nach: Der neue Nightjet Berlin–Wien soll auch Kurswagen nach Budapest führen – und so die klaffende Wunde im Nachtzug-Netz Europas wieder schließen. Eine Premiere hingegen sind die zusätzlichen Kurswagen nach Krakau und Przemyśl im Südosten von Polen. Möglich wird das, weil der Metropol künftig eine andere Route nimmt. Statt über Dresden und Prag geht es dann über Wrocław. (Alle Nachrichten zum neuen Fahrplan 2019 findest du hier.)

Neu gegen Alt: Der Metropol-Check

Keine Frage, für Touristen, Geschäftsleute oder Familien ist das Comeback des Metropol eine großartige Sache. Das Fahrgastpotenzial zwischen den beiden größten deutschprachigen Städten ist riesig. Doch was kann der “Metropol neu” wirklich? Wir haben es uns genauer angeschaut. Im großen Metropol-Check lassen wir den neuen ÖBB-Nightjet gegen den alten Metropol der ungarischen Bahn antreten. Und das sind die Kategorien:

  1. Der Strecken-Faktor
  2. Der Fahrzeiten-Faktor
  3. Der Zwischenhalte-Faktor
  4. Der Komfort-Faktor
  5. Der Romantik-Faktor
  6. Der Kulinarik-Faktor
  7. Der Betreiber-Faktor

1. Der Strecken-Faktor

Nachtzug-Fans staunten nicht schlecht, als erste Details zur Streckführung des neuen ÖBB-Nightjet durchsickerten. Von Berlin nach Wien über Breslau zu fahren, das klingt zunächst wie ein Umweg. Eine genauere Betrachtung jedoch zeigt: Die Strecke über Polen ist mit 796 Kilometern tatsächlich nur sechs Kilometer länger als der traditionelle Weg über Prag.

In puncto Schönheit hat die alte Strecke allerdings eindeutig die Nase vorn: Wenn sich der Metropol am Abend in die engen Kurven des Elbtals legte, war das stets ein ganz besonderes Erlebnis. Die Fahrt durch die endlosen Wälder Brandenburgs und Niederschlesiens lädt dagegen eher zum frühen Zubettgehen ein.

Unsere Einschätzung: Nur wenig kürzer, dafür deutlich schöner – bei der Streckenführung sichert sich der “Metropol alt” den ersten Punkt.

Strecke Nightjet Metropol Berlin Breslau Wien
Streckenvergleich zwischen “Metropol alt” und “Metropol neu”

2. Der Fahrzeiten-Faktor

Beim Fahrplan haben sich die Planer der ÖBB am alten Metropol orientiert. Der neue Nightjet wird insgesamt elf bis zwölf Stunden zwischen Berlin und Wien unterwegs sein. Für ausreichend Schlaf ist somit gesorgt.

Der “Metropol neu” alias Nightjet 457 verlässt Berlin am frühen Abend und kommt um 7 Uhr am Wiener Hauptbahnhof an. Der Laufweg über Breslau dauert 25 Minuten länger. In Gegenrichtung fährt Nightjet 456 bereits um 22:10 Uhr statt wie bisher um 22:50 Uhr in Wien los. Insbesondere für Familien dürfte das eine deutliche Verbesserung darstellen. Die relativ späte Ankunft bleibt jedoch erhalten, so dass sich die Fahrzeit nach Berlin um knapp 50 Minuten verlängert.

Unsere Einschätzung: Die familienfreundlichere Abfahrt in Wien schlägt die etwas längeren Fahrzeiten – Punkt für den “Metropol neu”.

Nachtzug Berlin–Wien
BahnhofEN 40477NJ 457
Berlin Hbf19:0118:41
Wrocław Główny|22:51
Praha hl.n.23:58|
Wien Hbf06:5507:00
Nachtzug Wien–Berlin
BahnhofEN 40476NJ 456
Wien Hbf22:5022:10
Praha hl.n.04:06|
Wrocław Główny|05:05
Berlin Hbf09:0709:16

3. Der Zwischenhalte-Faktor

Der neue Nightjet sorgt erstmals wieder für eine tägliche Zugverbindung zwischen Berlin und Wrocław. Zur Zeit verkehrt zwischen beiden Städten lediglich ein IC Bus der Deutschen Bahn, sowie am Wochenende der „Kulturzug“ BerlinBreslau. Mit Zielona Góra und Opole werden außerdem weitere Großstädte angebunden. Damit ergänzt der neue Metropol den polnischen Nachtzug “Chopin”, der bereits Warschau und Krakau über Nacht mit Österreich und Ungarn verbindet.

Der „Metropol alt“ hingegen hatte mit Dresden und Prag zwei touristische Schwergewichte im Köcher. Über Děčín und Ústí nad Labem wurden zudem sinnvolle Verbindungen von und nach Nordböhmen realisiert. Außerdem: Pendler vermissen bis heute durch Streichung des Metropol entfallene Tagesrand-Verbindungen wie Berlin–Dresden und Dresden–Prag.

Unsere Einschätzung: Breslau hat Potential, das Einzugsgebiet an Elbe und Moldau ist jedoch größer – Punkt für den „Metropol alt“.

Dresden Hauptbahnhof
Dresden Hauptbahnhof: Wichtiger Zwischenhalt des “Metropol alt”

4. Der Komfort-Faktor

Schlafwagen aus Tschechien, Liegewagen aus der Slowakei, Sitzwagen aus Polen und Ungarn – der Metropol war ein wahrlich bunter Zug. Durch Waggons und Personal aus verschiedenen Ländern war der Komfort an Bord des “Metropol alt” uneinheitlich. Während die modernen Schlafwagen der České dráhy dem Nightjet in nichts nachstanden, ging es in den Sitz- und Liegewagen deutlich rustikaler zu.

Laut Ankündigung der ÖBB wird der „Metropol neu“ hingegen allein mit österreichischem Rollmaterial gefahren. Den gewohnten Nightjet-Standard gibt es künftig also auch zwischen Berlin, Breslau und Wien. Zum Service gehören nicht nur der “Welcome Drink” und Abendsnack im Schlafwagen, sondern auch ein kleines Frühstück im Liegewagen.

Unsere Einschätzung: In Sachen Komfort macht den ÖBB so schnell keiner was vor – Punkt für den “Metropol neu”.

ÖBB Nightjet Bett Schlafwagen Doppelstock
Service wird im ÖBB-Nightjet groß geschrieben

5. Der Romantik-Faktor

Der Nightjet ist ein komfortabler Zug, der geradezu ideal dafür geeignet ist, um ausgeschlafen und entspannt von A nach B zu kommen. Bei all den Vorzügen wirkt die Atmosphäre in den modernen Wagen aber auch immer ein wenig steril. Der gewisse Hauch Abenteuer, der so mache Nachtzugfahrt umweht, will nicht so recht aufkommen.

Der alte Metropol hingegen versprühte allein durch seinen Wagen-Mix und das Personal aus bis zu fünf Ländern ein besonderes Flair. Es wird über so manche Gangparty berichtet, die sich bis weit nach Mitternacht hinzog. Außerdem: Zumindest im slowakischen Liegewagen ließ sich bis zuletzt die Fahrt noch am offenen Fenster genießen.

Unsere Einschätzung: In puncto Bahnromantik schlägt Tradition die Moderne – Punkt für den „Metropol alt“.

Budapest Keleti Einfahrt
Einfahrt in den Bahnhof Budapest Keleti am offenen Fenster

6. Der Kulinarik-Faktor

Besonderer Clou des alten Metropol: Zwischen Berlin und Dresden führte er zeitweise einen Speisewagen der polnischen Bahn. Bei einem Teller Żurek und einem Glas Bier ließ sich hier perfekt der Abend einläuten. Dass der Speisewagen ausgerechnet aus Polen kam, obwohl der “Metropol alt” die polnische Grenze nie überquert hat, ist eine bahntechnische Kuriosität.

Im Nightjet-Konzept hingegen ist kein Speisewagen vorgesehen, Snacks und Getränke gibt es beim Schaffner. Vorreiter sind die ÖBB jedoch in Sachen Frühstück: Sowohl das reichhaltige Auswahl-Frühstück im Schlafwagen, als auch das “Wiener Frühstück” im Liegewagen sind eine deutliche Steigerung gegenüber dem, was bis Dezember 2017 im Metropol serviert wurde.

Unsere Einschätzung: Den fehlenden Speisewagen macht der „Metropol neu“ mit dem Frühstück wieder wett – ein Punkt an beide.

Nachtzug Metropol Bordgastronomie
Abendbrot im polnischen Speisewagen versus Auswahl-Frühstück im Nightjet

7. Der Betreiber-Faktor

Die ungarische Bahn begründete die Einstellung des Metropol zwischen Berlin, Wien und Budapest mit zu hohen Trassengebühren auf deutscher Seite. Dass das der alleinige Grund ist, darf bezweifelt werden. Zum Fahrplanjahr 2018 hat die MÀV-START auch die Saison-Nachtzüge ans Schwarze Meer, sowie fast die gesamte Flotte an Speisewagen eingestampft. Ein Engagement für die Bahnreisekultur sieht anders aus.

Anders die ÖBB: Die Österreicher glauben an den Nachtzug und vermarkten ihr Produkt mit viel Liebe zum Detail. Das schlägt sich in den Zahlen nieder. Bereits im ersten Betriebsjahr konnte sich die Konzernspitze in Wien über einen kleinen Gewinn und mehr als 1,4 Millionen Fahrgäste im Nightjet freuen.

Unsere Einschätzung: Mit ihrem Engagement für den Nachtzug schlagen die ÖBB klar die ungarische Bahn – Punkt für den “Metropol neu”.

Österreichische Bundesbahnen ÖBB
Im Betreiber-Vergleich liegen die Österreichischen Bundesbahnen klar vorn (Bild: ÖBB/Wegscheider)

Ergebnis und Fazit

Kein klarer Sieger im Metropol-Check! Nach offenem Schlagabtausch endet das Duell 4:4 Unentschieden. Der neue Nachtzug zwischen Berlin und Wien überzeugt mit mehr Komfort, leicht verbesserten Fahrzeiten und einem enthusiastischen Betreiber. In Sachen Streckenführung und Bahnromantik jedoch hatte der alte Zug der ungarischen Bahn mehr zu bieten.

Insgesamt gehen die ÖBB mit dem Nightjet Berlin–Wien mit einem vielversprechenden Angebot an den Start. Angesichts der verheerenden Klimawirkung des Flugverkehrs und der chronisch verstopften Straßen ist jeder neue Nachtzug ein Schritt in die richtige Richtung.


Was hälst du vom Nightjet zwischen Berlin und Wien? Hinterlasse uns einen Kommentar und diskutiere mit auf Facebook und Twitter!

Sebastian Wilken

Von Sebastian Wilken

Mit Ende zwanzig hat Sebastian die Liebe zur Eisenbahn wiederentdeckt. Seitdem ist er kreuz und quer auf Europas Schienen unterwegs. Wenn er nicht im Zug sitzt, versucht er als Physiker die Welt zu verstehen.

23 Antworten auf „Nachtzug Berlin–Wien: Was taugt der „Metropol neu“?“

Grundsätzlich ist die Entwicklung sehr zu begrüßen.

Allerdings ist zu erwarten dass der Zug preislich auf das allgemeine Niveau des Nightjets angehoben wird. Und damit ist er in den meisten Fällen eigentlich fast zu teuer, wenn man die Sache rein pragmatisch angeht.

Wenn ich in Tschechien Nachtzug fahre kostet die Bettkarte im Double 20 Euro, die Fahrkarte z.B. nach Budapest etwa nochmal das gleiche. Alles in Ordnung, mache ich gerne. Und für das doppelte würde ich es auch noch gerne zahlen.

Beim Nightjet werden Preise abgerufen, die den Vorteil des Nachtzugs schon ad absurdum führen. Wenn ich für einen Double Platz mit Globalpreisfahrkarte München Venedig fast 200 Euro hinblättern soll und für den Sitzwagen 79 Euro, dann fahre ich lieber für 39 Euro mit dem Tages EC und übernachte entspannt in einem Hotel auf Ibisniveau irgendwo für ~70 Euro. Das ist komfortabler und billiger.

Der einzige Vorteil wäre der Zeitgewinn von 12 Stunden, aber ob der das viele Geld wert ist, muss jeder selber wissen.

Hallo “Mustermann”,

ich teile deine Ansicht, dass die Einführung des Nightjet auf der Strecke durchaus eine Preissteigerung gegenüber dem alten Metropol zur Folge haben kann (ein Punkt, den ich im Vergleich übrigens noch gar nicht berücksichtigt hatte). Vor allem für polnische undungarische Verhältnisse dürften Tickets und Reservierungen teurer werden als gewohnt.

Die Preise die du nennst kann ich allerdings nicht ganz nachvollziehen. Für ein Double von München nach Vendig zahlt man derzeit zum Beispiel 139 Euro. Mit der Sparschiene bist du außerdem schon ab 99 Euro dabei.

Viele Grüße,
Sebastian

Wieso sind es denn solche Abfahrtszeiten dieses Zuges geplant? Ist es so weil das Zug wieder im Bohumin mit polnischen Nachtzug verbunden wird?

Hallo Przemek,
ja, wie es aussieht wird der Nightjet wohl mit dem EN 407/406 “Chopin” zwischen Bohumín und Wien verkehren.
Viele Grüße,
Sebastian

Hallo Lothar,
doch, es gab den polnischen Speisewagen. Ich selbst habe Anfang Dezember 2017 noch in ihm zu Abend gegessen.
Viele Grüße,
Sebastian

Das Kuriosum entstand nur auf Grund von Bauarbeiten zwischen Berlin und Dresden. Eigentlich fuhren abends 2 Züge in Berlin ab. Ein InterCity Berlin – Dresden über Elsterwerda, welcher aus PKP-Wagen bestand und in Dresden endete und ein Euronight Berlin – Budapest, ohne Halt über Jüterbog, welcher eigentlich für den Binnenverkehr in Deutschland gesperrt war. Da wegen Bauarbeiten beide Züge über Jüterbog geleitet wurden, wurden diese vereinigt. Somit war der Speisewagen zu keinem Zeitpunkt Bestandteil des Metropol.

Hallo René,
das ist jetzt ein wenig Haarspalterei. Fakt ist, dass Reisende des Metropol zwischen Berlin und Dresden aus ihren Schlaf-, Liege-, und Sitzwagen in den Speisewagen gehen konnten, um dort zu essen und zu trinken. Zumindest bei meiner letzten Reise kurz vor der Einstellung im Dezember 2017 wurde von der Gelegenheit auch reichlich Gebrauch gemacht.
Viele Grüße,
Sebastian

wie bereits von anderen beschrieben wurde, es gab nie ein Speisewagen am Nachtzug Metropol alt von Berlin – Wien…ich bin so oft mit diesem Nachtzug gefahren, es war nie ein Speisewagen vorhanden.
Die neue Bahnverbindung mit dem Metropol neu, Wien – Berlin – Wien, wird endlich nach 1 Jahr Pause , die Lücke der Direktverbindung über Nacht zwischen unseren beiden Hauptstädten endlich wieder geschlossen. Danke der ÖBB.

Hallo Hartmut,
bezüglich des Speisewagens irrst du dich. Zumindest im letzten Betriebsjahr fuhr der Metropol zwischen Berlin und Dresden vereinigt mit einem Tagesrand-IC, der aus einer polnischen Garnitur mit Zugrestaurant bestand. Der Speisewagen war bis Dresden ganz normal in Betrieb und wurde immer gern von den Reisenden im Metropol genutzt.
Der besagte IC 2079 fährt übrigens auch in der aktuellen Fahrplanperiode noch mit polnischen Wagen, natürlich mit Restaurant: https://www.vagonweb.cz/razeni/vlak.php?zeme=DB&kategorie=IC&cislo=2079&nazev=&rok=2018
Viele Grüße,
Sebastian

Ja, ich glaube, es war “höchste Zeit(!), endlich wieder einen Nachtzug Wien – Berlin zu betreiben!” Ich sehe den ab Dezember 2018 fahrenden “Metropol neu” als “durchaus attraktiv” und hoffe, “er wird viele Wünsche erfüllen!”
Grundsätzlich finde ich Führung uns Ausstattung des “Metropol neu” als (zumindest) “akzeptabel”, ich sehe jedenfalls deutlich mehr Vorteile als Nachteile und “könnte mir durchaus vorstellen”, den “Metropol neu” schon bald einmal “selbst zu testen …….!

P.S.: Danke übrigens für diesen sehr guten und umfangreichen Artikel über den “Metropol neu!”

Hallo Kurt,
vielen Dank für deinen Kommentar!
Seit kurzem steht fest, dass der neue Metropol auch Kurswagen nach Budapest und nach Przemysl nahe der polnisch-ukrainischen Grenze führen wird. Spätestens dadurch wird das neue Angebot zum Knaller.
Viele Grüße,
Sebastian

Hallo, ich habe gerade gelesen dass die Verbindung nach Przemysl über Katowice geht – heisst das, dass der Metropol dann in Katowice hält (in beiden Richtungen)? Und weiss man um wieviel Uhr das ungefähr sein wird?

Hallo Wolfgang,
wenn ich diesen Artikel einer polnischen Zeitung richtig verstehe, sollen die Kurswagen nach Przemyśl in Racibórz vom Metropol abgehängt werden und dort einige Zeit stehen. Am frühen Morgen werden sie dann “irgendwie” nach Katowice verbracht und dort an den innerpolnischen Nachtzug von Świnoujście nach Przemyśl angehängt. Das heißt: Der Stammzug des Metropol biegt also bereits vor Katowice in Richtung Tschechien ab.
Viele Grüße,
Sebastian

Naja, Nachtzüge sind mit Vorsicht zu geniessen. Ich bin ein leidenschaftlicher Bahnbebützer. Vor allem beim Nightjet gab es heuer so viele Wagenausfälle und Verspätungen. Einige Mitreisende im Schlaf- oder Liegewagen sind völlig durchgedreht. Da sollte man vor allem im Sommer im Nachhinein keinen Flug oder Kreuzfahrtschiff planen. Wirklich nur Urlaub mit dem Nachtzug von A nach B. Ansonsten sehr freundliche Mitarbeiter und super Service am Nachtzug. Bin ein lockerer Mensch und begeistert von der Nachtreise am Zug.

Hallo Tom,
das ist natürlich schade, dass du solche negativen Erfahrungen gemacht hast. Bislang hatte ich bei meinen Fahrten mit dem Nightjet immer Glück: Stets pünktlich und alle Wagen da. Dass Wagen knapp sind, ist aber in der Tat ein Problem. Das hat man ja auch nach dem “Auffahrunfall” in Salzburg gemerkt. Wenn in den nächsten Jahren die neuen Nightjet-Züge geliefert werden, wird sich die Situation hoffentlich etwas entspannen.
Viele Grüße,
Sebastian

Aber wann darf ich endlich buchen?
Wenn der Zug fix ist warum gibt es dann keine Tickets. Fahrplanwechsel hin oder her das nervt leider sehr 🙁

Hallo Sebastian,
Tickets für den neuen Nachtzug von Berlin nach Wien (und zurück) kannst du seit ein paar Tagen auf der Website der ÖBB buchen. Bei den Kurswagen nach Budapest und nach Przemysl musst du dich hingegen noch ein wenig gedulden.
Viele Grüße,
Sebastian

Gibt es denn ein konkretes Datum für den Fahrkartenverkauf nach Budapest? Steht schon fest welche Bahngesellschaft die Wagen stellt?

Hallo Florent,
die Wagen nach Budpaest werden von der ungarischen MÁV gestellt. Offenbar mietet die wiederum die Wagen aus der Slowakei an. Innenaufnahmen gibt es hier: https://www.mavcsoport.hu/en/mav-start/international-travels/restarting-night-train-connection-between-budapest-and-berlin
Die ungarische Bahn ist leider traditionell sehr spät damit, den Fahrkartenverkauf freizuschalten. Ich würde damit frühestens Mitte November rechnen.
Viele Grüße,
Sebastian

Schade, habe gedacht das man wieder auf die tschechischen Schlafwagen setzt. Hoffentlich sind es nur Symbolbilder 🙂

HallO aus Milano
Als interrailer seit mehr Von 30 Jahren moechte ich sicherlich den neuen Nightjet zwischen wien und berlin mit einem interrail globalpass (Morgen wird ich 50jahriger alt)benutzen.
Welchem sind die kostenlos fur passinhabern zum beispiel im schlafwagen?
In Berlin fahre ich, normaleweise nach Bern Lotschberg basistunnel brig milano weiter
Vielen Danken

Hallo Davide,
vorausgesetzt, dass die Tarife sich zum Fahrplanwechsel nicht ändern, sind das die Aufpreise zusätzlich zum Interrail-Ticket:
Sitzwagen: 14 Euro
Liegewagen, 4er: 34 Euro
Liegewagen, 6er: 44 Euro
Schlafwagen, T3: 54 Euro
Schlafwagen, Double: 74 Euro
Schlafwagen, Single: 114 Euro

Viele Grüße nach Italien und einen schönen Geburtstag!

Sebastian

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